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Werkstatt
Einige
in der Werkstatt erstellte Arbeiten aus den Bereichen Holzarbeiten,
Nähen und Batik, die in Sucre verkauft werden. Zur Vergrößerung
bitte auf die einzelnen Fotos klicken.
Wie sieht ein Arbeitstag in der Werkstatt aus?
Die Mitarbeiter kommen um 8 Uhr und haben Zeit, sich zu besprechen
oder etwas vorzubereiten. Um halb 9 treffen dann die Jugendlichen
und Erwachsenen mit Behinderung ein. Zuerst putzen sie sich
die Zähne im Innenhof, wobei ein Mitarbeiter jeweils
darauf achtet, dass sie die Zahnbürsten nicht verwechseln
und auf ähnliche Dinge. Viele haben schlechte Zähne
und Zahnlücken, manche sogar schon dritte Zähne.
Einige Jugendliche duschen anschließend nach einem Plan
in der Werkstatt, da sie zu Hause keine Duschmöglichkeit
haben. Währenddessen findet Sport im Innenhof statt,
bzw. eine Art Aufwärmgymnastik, um den Tag gemeinsam
zu beginnen.
Von
9 bis 10 findet dann der Unterricht in 3 verschiedenen Gruppen
statt. Dabei geht es darum, gezielt kognitive Fähigkeiten
zu fördern. In der einfachsten Gruppe geht es z.B. darum,
dass ein Jugendlicher lernt, in welchen Bus er einsteigen
muss, um nach Hause zu fahren, d.h. er muss den Buchstaben
bzw. die Ziffer der Buslinie lernen und sicher wiedererkennen
können. Möglichst wird nicht nur mit Papier und
Bleistift gearbeitet, sondern es werden anschauliche Materialien
und Objekte miteinbezogen. Um 10 Uhr gibt es dann die Frühstückspause.
Diese wird von dem Bürgermeisteramt der Stadt Sucre gezahlt
und vorbeigebracht. Dazu gibt es meist Tee. Jeweils einer
der Jugendlichen ist unter der Aufsicht eines Mitarbeiters
dafür zuständig, die benötigten Tassen abzuzählen,
soweit er oder sie dies alleine kann, und die Tassen und was
sonst gebraucht wird, hinzustellen. Generell haben alle Jugendlichen
kleine Verpflichtungen in der Werkstatt, z.B. Blumen gießen,
den Hof fegen und vieles mehr.
Nach
der Morgenpause beginnen dann die drei verschiedenen Handwerksgruppen,
jeweils unter der Anleitung eines Mitarbeiters. Die derzeit
bestehenden Gruppen sind Stoffdruck, Tiffany-Glaskunst und
Macramee (Knüpfen). Um 12 Uhr mittags gehen alle nach
Hause. In jeder Handwerksgruppe werden die einzelnen Betreuten
individuell gefördert. Manchmal wird auch eine Gruppenarbeit
gemeinsam erstellt, und zwar dann, wenn es für die gerade
zusammengehörigen Gruppenmitglieder sinnvoll ist. Jeder
Mitarbeiter erstellt alle 2 Monate einen neuen Plan für
jeden einzelnen Betreuten und setzt anhand der Auswertung
des vorhergehenden Plans die weiteren Ziele und Methoden fest.
Es wird nach den Interessen und Lernmöglichkeiten der
einzelnen Jugendlichen entschieden und auch darauf geachtet,
ob die Gruppenmitglieder zusammen passen. Z.B. ist Tiffany
sehr anspruchsvoll und nicht für jeden geeignet. Stoffdruck
hingegen kann von einfach bis schwierig gestaltet werden.

Die
Mittagspause ist generell in Bolivien recht lang, d.h. zwischen
12 und 14 Uhr sind alle Jugendlichen und Mitarbeiter nicht
da. Sie gehen nach Hause oder in ihre Einrichtung zurück
und kommen um 14 Uhr wieder. Nachmittags gibt es erneut 3
Handwerksgruppen. Zur Zeit handelt es sich um Holzarbeiten,
Nähen und Batikarbeiten. Um 17 Uhr gibt es dann den Nachmittags-Tee
und Imbiss, der diesmal in der Bäckerei von den dort
arbeitenden "companeros" hergestellt und rübergetragen
wird. Um 17:30 gehen die Jugendlichen wieder nach Hause zurück.
Die Mitarbeiter bleiben meist bis 18 Uhr, um noch Aufräumarbeiten
zu erledigen.

Am
Mittwoch Nachmittag fällt die Arbeitstherapie für
die Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung in der Werkstatt
aus, denn dann findet die Mitarbeiterfortbildung statt. Im
Moment gibt Maria Rojo ihr Wissen praktisch und theoretisch
an die Mitarbeiter weiter. Ansonsten bereitet jeweils ein
Mitarbeiter ein Thema vor und präsentiert es dann den
Kollegen. Manchmal werden auch Referenten eingeladen. Oft
wird der Nachmittag auch für allgemeine Dienstbesprechungen
genutzt. Eine weitere Dienstbesprechung findet am Samstag
vormittag für die Mitarbeiter statt. Wenn nichts anliegt,
kann sie auch ausfallen. Mittwoch und Freitag nachmittag gehen
alle früher nach Hause, so zwischen 16 und 17 Uhr.
Einige
der Betreuten aus Werkstatt und Bäckerei
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