Entstehung

Die arbeitstherapeutische Werkstatt "Taller Protegido Sucre" bietet für jeweils 15 bis 18 Jugendliche und Erwachsene mit vorwiegend geistigen Behinderungen eine ganztägige individuelle Förderung an. Sie besteht seit Februar 1990 in Sucre/Bolivien. Im August 1991 kam eine Bäckerei nebst Café hinzu, "Pasteleria Amanecer", (Café "Zur Morgendämmerung"), welche 2 Häuser entfernt liegt. Hier bekommen 5 bis 6 Menschen mit Behinderung einen beschützten Arbeitsplatz mit kleinem Gehalt.
Die Geschichte
von Leonardo

Dieses Pilotprojekt wurde von der Ergotherapeutin Almut Reeh gegründet. Sie hatte vorher ein Jahr als Freiwillige in dem "Centro Especial de Investigaciones Psicopedagógicas", einem Zentrum mit Heim und Sonderschule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, gearbeitet und dabei herausgefunden, wie wichtig ein weiterführendes Angebot für die älteren Jugendlichen und Erwachsenen wäre. Denn mit 18 Jahren müssen sie die Einrichtung verlassen und kehren entweder nach Hause zurück oder kommen in die Großpsychiatrie "Instituto Gregorio Pacheco" der Stadt. Die Werkstatt stellt somit eine Art weiterführender Fördermöglichkeit dar, die vor allem das Einüben arbeitsrelevanter Aspekte in den Vordergrund stellt. In der Bäckerei kann durch den Café-Betrieb vermehrt Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, und es können die Berührungsängste zwischen der Randgruppe der Menschen mit Behinderung und der restlichen Stadtbevölkerung abgebaut werden. Außerdem wird für jedermann erfahrbar, dass Menschen mit Behinderung einfache Arbeiten verrichten können. Hiermit verbindet sich die Hoffnung, dass einheimische kleine Betriebe durch dieses Beispiel ermutigt werden, ebenfalls für leicht verständliche Tätigkeiten behinderte Mitarbeiter einzustellen.
       

Zur Werkstatt
Eingang zur Werkstatt
Zur Bäckerei
Eingang zur Bäckerei


   

Taller Protegido Sucre
www.taller-protegido-sucre.com